Das Wort ‚Vertrauen‘ ist mir in letzter Zeit häufig und in gänzlich unterschiedlichen Kontexten begegnet:
– die Behandlung von Ebola durch Medikamente erfordert das Vertrauen der Bevölkerung;
– Deradikalisierungsprogramme brauchen Zeit, um das Vertrauen der Radikalisierten zu gewinnen;
– die Motivation der Mitarbeitenden ist größer, wenn sie ihrer Führungskraft vertrauen;
– das Vertrauen in die Politik hat gelitten;
– das Vertrauen in Mitmenschen ist tendentiell höher bei Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss;
– ein erstes Gefühl von Ich-Identität bekommen wir am Anfang unseres Lebens durch die vertrauensvolle Beziehung zu einer Bezugsperson;
– Kinder entwickeln unter positiven Umständen Ur-Vertrauen – sein Fehlen wird in ihnen möglicherweise ein lebenslanges Gefühl von grundlegender Verunsicherung begründen. 

Vertrauen – was für ein Wundermittel, das so vieles vermag!

Bevor ich recherchiere, Definitionen und Forschungsergebnisse studiere… Ich lasse mir mal dieses Wort auf der Zunge vergehen… dieses Gefühl groß werden in mir.
V e r t r a u e n.

Wie bedeutungsvoll es ist! Ich staune… 

„Das Wort Vertrauen geht letztlich auf die indogermanische Wurzel *deru- zurück, die „Eiche, Baum“ bedeutete und mit der Bedeutung „stark, fest, hart wie ein Baum“ verbunden war (verwandt mit englisch tree)“, erfahre ich von Claude*.

Vertrauen macht uns stark wie ein starker, fester, harter Baum – wie eine alte Eiche! 

Vertrauen staerkt uns wesentlich
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Wie spüre ich Vertrauen? Wie groß ist meine Eiche in mir?
Was weckt mein Vertrauen? Und wodurch wird mein Vertrauen gestört – wann wurde es vielleicht erschüttert? 

* Das DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) bestätigt: „treu“, „Treue“, „trauen“ und „Trost“ gehen gemeinsam auf die idg. Wurzel *deru-, *dreu-, *drū- ‚Baum‘, eigentlich wohl ‚Eiche‘, und ‚baumstark, hart, fest, treu‘ zurück. Das ältere Deutsche Wörterbuch (DWB) führt das noch genauer aus: der etymologische Zusammenhang der treu-Sippe mit dem Wort für Eiche bzw. Baum (griech. δρῦς, got. triu u. Ä.) führt auf die Grundbedeutung „(baum)stark, fest, hart, dauernd“ – diese Verknüpfung wurde erstmals 1866 von H. L. Ahrens vorgeschlagen und 1901 von H. Osthoff in seiner Studie „Eiche und Treue“ ausführlich begründet.

Auch die Verwandtschaft mit englisch „true“ (und weiter mit „tree“) ist etymologisch anerkannt: Diese Wörter leiten sich von der indogermanischen Wurzel *deru- („fest, …“) ab, aus der sich das urgermanische *treuwaz entwickelte, wovon wiederum altenglisch treowe („treu“) und schließlich engl. „true“ abstammen.

Vielleicht wollen Sie gleich weiterlesen, z.B. bei Wikipedia/Vertrauen.  Viel Spaß beim Weiter-Erkunden. Bleiben Sie neugierig. 🙂

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