Gerade aus dem Urlaub zurück, bekomme ich aus dem Freundeskreis den Link zu einer Meldung zugeschickt, denn auch wir haben die Queen nicht gesehen. Zwei Wochen war ich in Schottland, einige Tage nur wenige Kilometer vom Palast entfernt, in dem die Queen ihre Sommerwochen verbringt, Balmoral Castle, ein märchenhaftes Schloss in einer stillen, von Wäldern und Hügeln durchzogenen Landschaft.

Foto: picture alliance / dpa – Offenbar häufiger mit Kopftuch unterwegs…

In diesem Artikel heißt es, amerikanische Touristen hätten nicht bemerkt, dass sie gerade höchstpersönlich mit der Queen ins Gespräch gekommen sind. Dabei hatten sie die ältere Dame mit Kopftuch sogar gefragt, ob sie jemals der Queen begegnet sei. Diese verneinte, meinte aber, ihr Begleiter hätte sie bereits getroffen; ihren Gesprächspartnern blieb sie unerkannt. Eine nette Geschichte, lustig auch, da ja eigentlich jeder und jede das Gesicht der Queen kennt.

Sehr wahrscheinlich wissen diese Frauen und Männer bis heute nicht, dass sie ihrer königlichen Majestät ganz nahe waren. Lustig, aber irgendwie auch nachvollziehbar, was ihnen da passiert ist. Ist es nicht so, dass wir manchmal – vielleicht sogar viel zu oft – gar nicht bemerken, was wir (schon) haben? Dass wir unserem Ziel nahe, vielleicht sogar ganz nahe, sind? Weil wir davon ausgehen, dass das, was wir suchen, weiter weg ist; oder gar: dass es nicht erreichbar ist?

Beitragsbild: www.balmoralcastle.com