Wahrscheinlich geht es Ihnen genauso: Abschalten von den vielen Corona-News kann ich nicht ganz, genug zu tun gibt es gleichzeitig… bei all dem brauche ich auch mal eine Pause. Pause für Inspiration und Ablenkung… Da habe ich hier dies entdeckt, die Kunstminuten.  – ein wunderbarer Ersatz für den derzeit nicht möglichen Gang ins Museum.

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Die Pinakotheken / #kunstminuten

„Kunst ist das einzige Grundnahrungsmittel, das nicht von allen genommen wird. Kunst ist Anstoss zur Reflexion, zum Nachdenken über das Leben, über andere Menschen, über die Sichtweise auf andere Menschen. Kunst kann ganz vieles,“ sagt Bernhard Maaz, der Generaldirektor der Pinakotheken.

Einen anderen Beitrag habe ich gefunden, den das Metropoltheater online gestellt hat – und zukünftig mehrmals in der Woche, Beiträge veröffentlichen wird. Jochen Schölch, Regisseur, Gründer und Intendant des Metropoltheaters sagt hier über Sinn und Nutzen von Utopien, den Wert von Geschichten und Erzählungen – und der Suche des Menschen in unsicheren Zeiten:

„Die Gesellschaft braucht eine neue Utopie. Seitdem nach 1990 der Tod der Utopien erklärt wurde, ist der Aufstieg des Extremistischen, Populismus und der politischen Dummheit zu erleben. Und da es noch keine neuen großen Ideen, noch keine neuen Visionen gibt, suchen die Menschen im Abfall der Geschichte nach alten. Und das erste, was sie aus dem Müll der Geschichte rausfischen ist der Nationalismus, völkisches Denken und die Strategien der Ausgrenzung.

Wenn wir also einerseits nach dem Kontinuum suchen, welches uns verbindet, und uns andererseits nach einer Utopie und Vision sehnen, brauchen wir Geschichten. Geschichten von Menschlichkeit, von der Widersprüchlichkeit, der Fehlbarkeit und der inneren Zerrissenheit des Menschen. Deswegen glaube ich ganz fest daran, dass Utopia aus Geschichten gemacht werden wird. …

Wir wissen, dass seit jeher Geschichten erzählt werden, um Gemeinschaft zu stiften, um Erfahrung weiterzugeben, vor möglichen Gefahren zu warnen und Haß zu schüren oder Frieden zu stiften. Und v.a., um Ordnung in das Chaos der Welt zu bringen. Durch Geschichten können Utopien formuliert und Visionen geträumt werden. Geschichten erzählen davon, dass es keinen Aufbruch ohne Abschiede gibt. Und dass manche Abschiede für immer sind. Sie sagen, dass das Böse allgegenwärtig und mächtig ist, dass es vorübergehend siegen und auch zerstören kann. Sie sagen, dass es auf der Lebensreise nicht ohne Leiden und Schmerzen, nicht ohne gebrochene Knochen und ohne gebrochene Herzen zugehen wird. Aber sie erzählen auch, dass zum Wachstum und zum Reifen – und dass wir dazu berufen sind – dass wir Bedrohung und Gefahren durchstehen, und bewältigen können …

Es gibt eine reelle Chance, dass wir das Leben meistern können. Das ist die Botschaft, das ist die wahre Macht der Geschichten.“ (Jochen Schölch)

 

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Auch hier entsteht eine Reihe: Gedanken und Assoziationen der KünstlerInnen, MitarbeiterInnen und FreundInnen des Metropoltheaters München zu unserer Welt während und nach Corona.

Eine Inspiration kann ein sonniger Spaziergang sein, ein erfrischendes Bad, ein gutes Mahl… Lassen Sie sich eine Minute (oder mehr) aus diesen schwierigen Zeiten entführen. Tun Sie sich und Ihrer Seele etwas Gutes.

Beitragsfoto: #kunstminute