Heute Nachmittag fuhr ich an der Kirche hier vorbei und las die Botschaft über dem Tor: Fürchtet euch nicht! Ja, fürchten wir uns nicht, das ist die Botschaft, die wir aus Weihnachten auch bekommen. 365 Mal, so sagte es ein Pfarrer einmal bei seiner Predigt, steht diese Botschaft in der Bibel, für jeden Tag ein Mal. Ich habe es nicht nachgezählt. Weihnachten ist das Fest des Lichts in der Finsternis, der Hoffnung, der Freude und der Zuversicht, dass alles gut werden wird. Aber auch des Wunders: In der Dunkelheit kommt das Licht – Fürchtet euch nicht.

„Fürchtet euch nicht,“ sagt der Engel, der zu den Hirten tritt, die in der Finsternis der Nacht bei ihren Herden sind. Sie fürchteten sich sehr, denn die Klarheit und Helligkeit, die auf einmal um sie herum ist, ist ihnen unbekannt und macht ihnen Angst. „… euch ist heute der Heiland geboren…“, sagt der Engel und sie folgen dann seinen Worten. (Bei Lukas 2, 1-20 finden Sie die Weihnachtsgeschichte im Original.)

An die Nacht und Dunkelheit gewöhnt, fürchten sich die Hirten. Das Licht des Engels erschrickt sie, aber zum Glück denken Sie nicht an Halluzinationen, Träumen und Visionen, sondern machen sich auf den Weg – und finden so das Kind in der Krippe liegen.
An Wunder muss man glauben können, damit diese geschehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, ein leuchtendes, glänzendes, friedliches und fröhliches Weihnachtsfest.
Wie auch immer, wo auch immer und mit wem auch immer Sie dieses feiern – wahrscheinlich anders, wahrscheinlich ruhiger als die vergangenen Jahre, vielleicht besinnlicher: Haben Sie es wundervoll!

Herzlich,
Ihre Ann Krombholz